Betriebliche Inklusion: Chancen für Unternehmen

„In Zeiten des demografischen Wandels auf Menschen mit Schwerbehinderung im Arbeitsalltag zu verzichten, bedeutet für die Unternehmen eine verpasste Chance, dem möglichen Fachkräftemangel entgegenzuwirken.“ Mit diesen Worten begrüßte Petra Pigerl-Radtke, Geschäftsführerin des Bereichs Aus- und Weiterbildung der IHK Mittlerer Niederrhein, die Inklusionsberater der Industrie- und Handelskammern, der Handwerkskammern und der Landwirtschaftskammer aus NRW, die sich zu einem Workshop in der IHK in Neuss getroffen haben.

„Mit dem Workshop soll die Netzwerkaktivität vertieft und die Beratungsqualität durch gemeinsame Bearbeitung schwieriger Beratungsfälle kontinuierlich verbessert werden“, sagt Alfred Wagner, Fachberater Inklusion der IHK Ausbildungs-GmbH. In Kooperation mit den Landschaftsverbänden Rheinland und Westfalen werden insbesondere kleinere und mittelständische Unternehmen in Fragen der Beschäftigung von Menschen mit Schwerbehinderung beraten. „Der IHK-Service bietet Arbeitgebern die Möglichkeit, sich auf das Wesentliche, nämlich die Auswahl des neuen Mitarbeiters zu konzentrieren. Bei dem Auswahlverfahren werden die Unternehmer durch Netzwerkpartner sowohl bei der Ermittlung der Qualifikation als auch durch die Vermittlung entsprechender Bewerber tatkräftig unterstützt“, so Wagner. Auch bei der Gestaltung des Arbeitsplatzes steht Wagner beratend zur Seite. „Manchmal bedarf es nur kleiner Veränderungen, um den Arbeitsplatz entsprechend umzurüsten – und damit auf Dauer zu sichern und die bewährte Fachkraft ans Unternehmen zu binden“, weiß der Fachberater.

Für Unternehmen, die den Service in Anspruch nehmen, ergäben sich viele Vorteile. „Sie können beispielsweise ihre Kosten durch Investitionsförderung senken, Fördermöglichkeiten in Anspruch nehmen, Prämien für die Einstellung und Ausbildung schwerbehinderter Menschen erhalten und – ganz wichtig – ihren Fachkräftebedarf decken.“

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